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vorhergehendes Ereignis

Ruinen in Pfeffingen

 

Das auffälligste Bauwerk der Gemeinde ist die Ruine Pfeffingen. Heute grüssen noch stattliche Reste des ehemaligen Schlosses weit ins Birstal hinaus. Bemerkenswerte Bruchstücke sind vor allem der malerische, auf unregelmässigem Grundriss sich erhebende Wohnturm, der Hexenturm, ein Tor im Westen, ein Tor mit Aufstieg vom Osten, ein ausgedehnter Zwinger sowie auf der ungeschützten Seite im Westen eine dicke, fensterlose Schildmauer und stellenweise mit den in den Halsgraben hinausragenden halbrunden Türmchen.

Das Schloss ist wohl im 12. Jahrhundert auf einem südöstlich und östlich sturmfreien, westlich und nördlich durch einen künstlichen Graben gesicherten Felskopf entstanden, dem östlichen Ausläufer des Blauen. Beim Erdbeben von 1356 stürzte die Burg teilweise ein. Sie diente nach dem Wiederaufbau den thiersteinischen Dienstmannen und später den bischöflichen Vögten als Wohnsitz. Nach dem Landvogt Blarer in den Freihof zu Aesch umgezogen war, hauste einige Zeit ein Waldbruder in den wenigen noch bewohnbaren Räumen. 1761 wurde das Schloss auf Abbruch verkauft. Was blieb, wurde dem Zerfall preisgegeben. 1792 wurde die Ruine mit den zugehörigen Gütern als französisches Nationalgut versteigert und kam in Privatbesitz. Heute gehört sie dem Kanton Basel-Landschaft.

Der Hobbyfilmer Gian-Luca Nuzzo aus Aesch BL hat einen kleinen Video-Film gedreht, mit spektakulären Luftaufnahmen der Ruine Pfeffingen. Die Aufnahmen stammen vom 26. März 2016. Hier der direkte Link zur Youtube-Webseite.

Nach mehreren Interventionen bis 2006 wurde die Burg 2013 bis 2017 vom Kanton Basel-Landschaft mit Zuschüssen des Bundes umfassend saniert. Dabei wurde zum einen der Mauerbestand konserviert und statisch gesichert. Zum anderen wurde die stark überwachsene und in grossen Bereichen unzugängliche Anlage soweit aufbereitet, dass die Baugestalt wieder erkennbar ist.

Aus dem Jahre 2015 existiert ein interessanter Bericht von Herrn Kurt Suter über den damaligen Stand der Sanierungsmassnahmen. Sie finden den Film unter dem folgenden direkten Link zur Youtube-Webseite.

Auf einem länglichen Felsrücken finden sich noch einige Ueberreste der Ruine Schalberg, ehemals eine ausgedehnte Burganlage. Heute erreichbar über den markierten "Burgengratweg" des Klusertales. An den Längsseiten steile Felsabhänge, gegen Südosten breiter, tiefer Einschnitt und gegen Nordwesten zwei künstliche Halsgräben als äussere Annäherungshindernisse. Ursprünglicher Zugang von Osten her, am Fusse der südlichen Ringmauer entlang. Das Burgareal gliedert sich in eine Oberburg und eine nordwestlich angrenzende Unterburg. Die Anlage wurde durch die Schaler, einer Familie des Basler Stadtadels, vermutlich um die Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet. Wohl bald nach 1400 wurde die Burg wieder verlassen und ist allmählich zerfallen.

Geringe Trümmer der sehr bedeutenden Burgruine Mönchsberg, gelegen auf einem langgestreckten, in mehrere Felsköpfe gegliederten Grad über dem Eingang ins Klusertal, sind noch sichtbar. Heute erschlossen und erreichbar über den markierten "Burgengratweg". Der ursprüngliche Zugang führte von Südwesten her über einen in den Graben reichenden Geländesporn, von dem aus eine Brücke zum äusseren Burgtor in den Ringmauer führte. Dürftige Spuren des inneren Widerlagers sind noch sichtbar.

Die kleine Burganlage Engenstein mit geringen Mauerresten liegt auf länglichem Felskopf südlich der Ruine Schalberg. Diese Burganlage wurde erst 1975 ausgegraben und restauriert und ist heute über eine Leiter auf der Ostseite erreichbar. Die Anlage erhob sich auf Grund und Boden der Schaler und dürfte auch von diesen gegründet worden sein. Sie ist offensichtlich mit der Feste Engstein zu identifizieren, die urkundlich im Raum von Aesch erwähnt wurde und deren Name "enger Stein" genau auf die topographische Situation des Burgfelsen zutrifft.

Blick auf die Ruine Pfeffingen inmitten des Herbstwaldes
 

  Flyer Ruine Pfeffingen (pdf, 1175.0 kB)


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