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Birsstadt-Gemeinden: Verzicht auf gemischte Kunststoffsammlung

Die Birsstadt-Gemeinden empfehlen, zum heutigen Zeitpunkt keine Sammlung für gemischte Kunststoffabfälle einzuführen. Laut einer Studie, die vom Bundesamt für Umwelt in Auftrag gegeben wurde, bringt eine gemischte Kunststoffsammlung nur einen geringen Umweltnutzen bei gleichzeitig hohen Kosten. Unbestritten ist jedoch der Nutzen der getrennten Sammlung von PET-Getränkeflaschen und PE-Plastikflaschen. Diese können bei den Detailhändlern gratis abgegeben werden.

Der Verbrauch von Kunststoffen steigt, damit entstehen auch immer mehr Kunststoffabfälle. Gemäss einer Untersuchung des Bundesamtes für Umwelt macht der Anteil an reinen Kunststoffen am gesamten Abfall 13,2 Prozent aus, jener an Verbundwaren (gemischte Kunststoffe und andere Verpackungsmaterialien) 21,8 Prozent. Welche Verwertungs- und Entsorgungsoptionen für den Kunststoffabfall ökologisch und ökonomisch zweckmässig sind und für welche Kunststoffabfälle eine Sammlung sinnvoll ist, wird schon länger diskutiert. Die Antwort darauf ist aber nicht einfach, denn es gibt eine Vielfalt an Kunststoffen.

Seit einigen Jahren werden PET-Getränkeflaschen und PE-Plastikflaschen, die bspw. für Waschmittel, Milch, Reinigungsmittel und Shampoos verwendet werden, vom Detailhandel separat gesammelt. Seit ca. drei Jahren sind zudem – vor allem durch private Anbieter und einzelne Gemeinden lancierte – Kunststoff-Sammelsysteme für gemischte Kunststoffabfälle im Einsatz, so bspw. eine gemischte Kunststoff-Sammlung mit einem speziellen Sammelsack. Seitens einer breit abgestützten neuen Studie von Bund, Kantonen und Verbänden wurde der Nutzen einer solchen gemischten Kunststoff-Sammlung untersucht.

Gemische Kunststoffsammlung hat schlechtes Kosten/-Nutzenverhältnis

Die im Juli 2017 veröffentlichte Studie kommt zum Schluss, dass die separate Sammlung von PET-Getränkeflaschen und PE-Kunststoffflaschen bei Detailhändlern aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht sehr sinnvoll und zweckmässig ist. Für die restlichen Kunststoffabfälle aus Haushaltungen ist ein hochwertiges Recycling noch nicht möglich. Daher bleibt die Verbrennung, vor allem in einer energieeffizienten Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) wie dies die KVA Basel ist, die beste Lösung. Die KVA Basel produziert aus dem Kehricht Strom, Dampf für Industriebetriebe und Fernwärme zum Heizen. Die Studie bestätigt, dass derzeit kein ökologischer und wirtschaftlicher Anlass besteht, eine gemischte Kunststoff-Sammlung durch die Gemeinden zu lancieren, zumal auch das Kosten-/Nutzenverhältnis für eine gemischte Sammlung schlecht ist. Nur etwa die Hälfte der gemischt gesammelten Kunststoffe können als hochwertige und marktfähige  Sekundärrohstoffe aufgearbeitet werden. Die andere Hälfte der Sammlung wird meist nicht in einer KVA, sondern in Zementwerken als Ersatzbrennstoff verwertet. Für Zementwerke gelten jedoch nicht die gleich strengen Grenzwerte zum Schutz vor Luftschadstoffen und Staub wie in einer KVA. Aus diesen Gründen verzichten die Birsstadt-Gemeinden aufgrund des heutigen Stands der Technik darauf, eine Sammlung für gemischte Kunststoffabfälle einzuführen und rufen die Bevölkerung dazu auf, für die Entsorgung von PET- und Plastikflaschen die entsprechenden Sammelstellen bei den Detailhändlern (gratis) zu nutzen. Für den übrigen Verpackungsabfall aus Kunststoff ist die Entsorgung über den Kehrichtsack immer noch der richtige Weg. Die beste Lösung ist, wenn immer möglich auf Einwegverpackungen zu verzichten und wo möglich Nachfüllpackungen zu verwenden. So können Rohstoffe für die Herstellung von Kunststoff wie bspw. Erdöl eingespart und die Umweltbelastung für Herstellung und Entsorgung vermieden werden.

Birsstadt-Gemeinden


Plastikflaschen
Plastikflaschen können bei den Detailhändlern gratis zurückgegeben werden.

Dokument Flyer: Kunstoffabfall (pdf, 1549.9 kB)


Datum der Neuigkeit 23. Aug. 2018