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19.01.2018 00:42:35


Flagge zeigen für Tibet

Solidarität für Tibet, Menschenrechte und Gewaltfreiheit: Flaggenaktion am 10. März

Jedes Jahr findet aus Solidarität zum tibetischen Volk und in Erinnerung an den Volksaufstand von 1959 eine internationale Tibet-Flaggenaktion statt
Seit 1996 hissen am 10. März in ganz Europa Tausende von Städten und Gemeinden die tibetische Nationalflagge an ihren Rathäusern oder anderen öffentlichen Gebäuden. Damit zeigen sie ihre Sympathie für die gewaltlose, versöhnliche Politik des Dalai Lama und bekräftigen das legitime Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung und Bewahrung seiner kulturellen und religiösen Identität. Der 10. März ist ein wichtiger Gedenktag und erinnert an die widerrechtliche Besetzung Tibets durch die Volksrepublik China und die blutige Niederschlagung des tibetischen Volksaufstandes von 1959 (dieser kostete über 100'000 Tibetern das Leben), sowie an das Unrecht, das dem tibetischen Volk bis heute angetan wird (an den direkten oder indirekten Folgen der Besatzung starben bis heute nach Schätz¬ungen der Tibetischen Regierung im Exil etwa 1.2 Millionen Tibeter).

Schweiz und Tibet
Die Schweiz ist bis heute das europäische Land, das am meisten tibetische Flüchtlinge aufgenommen hat. Die grosszügige humanitäre Geste hat dazu geführt, dass viele Tibeter die Schweiz als ihre zweite Heimat ansehen. Ihre lange Tradition der Demokratie und Freiheit verpflichtet die Schweiz allerdings dazu, sich noch entschiedener für Tibet zu engagieren, damit die Willkür des chinesischen Besatzungsregimes ein Ende findet und die Tibeter ihr legitimes Recht auf Selbstbestimmung ausüben können.

Demokratie und Gewaltlosigkeit im Exil
Der Dalai Lama hat in seinem Exil in Dharamsala seit der Flucht eine demokratische Regierung aufgebaut und versucht, das Leid der Tibeter innerhalb und ausserhalb Tibets zu mindern sowie internationale Unterstützung für die Sache Tibets zu gewinnen. Für seinen unermüdlichen Einsatz, mit gewaltlosen Mitteln und durch Dialog eine Lösung für das Tibetproblem zu finden, erhielt der Dalai Lama 1989 den Friedensnobelpreis. Er hat einen Fünf-Punkte-Friedensplan vorgeschlagen. Dieser fordert neben der Einhaltung der Menschenrechte den Schutz der Umwelt Tibets und die Aufnahme von ernsthaften Verhandlungen über den künftigen Status Tibets. Doch die chinesische Regierung hat bisher nicht ernsthaft darauf reagiert.

„Kurtureller Genozid“ in Tibet
Gnadenlos werde Tibeter unterdrück, welche die Respektierung grundlegender Menschenrechte fordern. Es gibt Hunderte von politischen Gefangenen, die meisten davon sind buddhistische Mönche und Nonnen. Sie werden ohne Anklage inhaftiert und leiden oft unter grausamer Misshandlung und Folter. Bis auf wenige Ausnahmen wurden alle tibetischen Klöster zerstört. Einige wurden zwar wieder aufgebaut, doch ist keine freie Religionsausübung möglich. Den tibetischen Kindern und Jugendlichen wird eine gute Schulausbildung verweigert. Die VR China beutet die Ressourcen Tibets rücksichtslos aus und zerstört damit das ökologische Gleichgewicht. Ebenso wird die Umsiedlung von Chinesen nach Tibet gefördert. Tibeter sind bereits heute eine Minderheit im eigenen Land. Diese Massenumsiedlung bedeutet die grösste Bedrohung für das Überleben des tibetischen Volkes und ihrer Kultur.

Der Gemeinderat Pfeffingen hat beschlossen, aus Solidarität mit der unterdrückten Bevölkerung aus Tibet, auch in diesem Jahr am Gedenktag "Flagge zu zeigen".

Gemeinderat Pfeffingen

Datum der Neuigkeit 9. März 2017
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